F-104 Verbände  
 
   F-104 Jagdbomber Verbände der Luftwaffe

  Die Jagdbomberverbände gehören zu den taktischen Verbänden (Luftangriff) der Luftwaffe und sind truppendienstlich den Luftwaffendivisionen unterstellt.
Die Geschwader sind jeweils gegliedert in
- Stab Jagdbombergeschwader darunter
- Fliegende Gruppe mit 1. und 2. Fliegender Staffel
- Technische Gruppe und
- Fliegerhorstgruppe.
Als primäre Aufgabe der Jagdbomber gelten, neben dem Kampf gegen gegnerische Flugzeuge am Boden, auch die Abriegelung des Gefechtsfeldes sowie die unmittelbare Bekämpfung gegnerischer Land- und Seestreitkräfte. Darüber hinaus sind sie für die technische und taktische Ausbildung der Kampfjetpiloten, auch verbandsübergreifend, zuständig. Da alle bewaffneten Kampfverbände der Luftwaffe ausschließlich von der NATO eingesetzt werden, sind sie in die Kommandostruktur der NATO eingebunden. Dabei werden zwei Stufen voneinander unterschieden: - „earmarked“ („vorgemerkt“) für Verbände mit noch nicht ausreichender Einsatzbereitschaft - „assigned“ („zugewiesen“) für Verbände mit ausreichender Einsatzbereitschaft für den Kampfeinsatz. Assignierte Einheiten befinden sich unter der direkten Kommandobefugnis der NATO und haben im Kriegsfall sofort den Kampf gemäß NATO-Einsatzplänen aufzunehmen. Der Unterstellungsstatus ergibt sich aus der jeweiligen organisatorischen, personellen, technischen und logistischen Situation eines Verbandes. Häufig werden nicht ganze Geschwader, sondern nur einzelne Staffeln bzw. der jeweilige Stab der NATO assigniert. Zum Teil werden Assignierungen auch wieder aufgehoben, weil die Einheiten umgerüstet, verlegt oder aufgelöst werden.

Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke", Nörvenich
Die Aufstellung des Jagdbombergeschwaders 31 auf dem Fliegerhorst Nörvenich wurde zum 1. Februar 1958 mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 67 vom 17. September 1957 befohlen. Dieses Jagdbombergeschwader war der erste fliegende Einsatzverband, der nach der Gründung der Bundeswehr in Dienst gestellt wurde. Die Erstausstattung des Jagdbombergeschwaders 31 bestand aus Jagdbombern des Typs F-84F „Thunderstreak“. Mit Wirkung vom 21. April 1961 verlieh der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Josef Kammhuber, dem Verband die Traditionsbezeichnung „Geschwader Boelcke“ (Hauptmann Oswald Boelcke war Kampfflieger im 1. Weltkrieg). Ab Herbst 1961 wurde das Waffensystem F-104 G „Starfighter“ eingeführt. 1980 begann die Umrüstung auf das Waffensystem PA-200 „Tornado“ IDS, die bis 1983 abgeschlossen werden konnte. Bis heute (2006) ist dieses Waffensystem in der Version „Tornado“ ECR im Einsatz. Das Geschwader nahm an verschiedenen Übungen teil, u.a. 1989 Übung „Red Flag“ (Einsatzausbildung / Überprüfung bestehender Verfahren), 1994 Übung „Maple Flag“ (Einsatzausbildung / Überprüfung bestehender Verfahren), 1994 Übung „Guard“ in der Türkei, 1996 und 1999 Übung „Battle Griffin“ in Norwegen.
Kommodore: Major Barkhorn, Gerhard 09.1957 - 12.1962, Obstlt. Meyn, Wilhelm 12.1962 - 12.1963, Obstlt. Obleser, Friedrich 12.1963 - 11.1966, Oberst Monreal, Paul 12.1966 - 09.1968, Oberst Steindorf, Hans- Joachim 09.1968 - 09.1972, Oberst Weber, Albert 09.1972 - 09.1976, Oberst Herbert, Theodor 01.10.1976 - 03.1980, Oberst Overhoff, Gert 01.04.1980 - 09.1984 Oberst Böttcher, Jörg 10.1984 - 07.1988, Oberst Hoppe, Joachim 08.1988 - 09.1988, Oberst Reiners, Dieter 29.09.1988 - 1993, Oberst Martin, Horst 1993 - (1994), Oberst Schröder, Ulrich (1994) - (1996), Oberst Ruge, Gerd (1997) - (1999), Oberst Nemetschek, Werner (2000) - (2001), Oberst Ferkinghoff, Heinz- Josef 08.2001

Jagdbombergeschwader 32, Lechfeld / Klosterlechfeld
Das Jagdbombergeschwader 32 wurde mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 87 vom 29. April 1958 ab 1. Juni 1958 auf dem Fliegerhorst Lechfeld in Dienst gestellt. Seine Erstausstattung bestand aus Jagdbombern des amerikanischen Musters F-84F „Thunderstreak“. Von 1964 bis 1966 erfolgte die Umrüstung auf das Überschall- Waffensystem F-104 G „Starfighter“. 1984 begann die Umrüstung des Verbandes auf das Waffensystem PA-200 „Tornado“ IDS, das bis heute (2006) in der Version „Tornado“ ECR geflogen wird.
Kommodore: Obstlt. Barth, Siegfried 07.1958 - 26.10.1961, Oberst Schauder, Paul 27.10.1961 - 30.09.1964, Oberst Klaffenbach, Hans 01.10.1964 - 31.03.1972, Oberst Schultze- Röhl, Jürgen 01.04.1972 - 30.09.1973, Oberst Griese, Hans- Joachim 01.10.1973 - 30.09.1976, Oberst Seebeck, Dieter 01.10.1976 - 30.09.1980, Oberst Gloystein, Gerd 01.10.1980 - 30.06.1982, Oberst Morgenstern, Friedrich 01.07.1982 - 30.09.1984, Oberst Ochsenkühn, Helmut 01.10.1984 - 04.02.1988, Oberst Jertz, Walter 05.02.1988 - (1990), Oberst Bretschneider, Bernd (1991) - (1994), Oberst Dora, Johann (1994) - (1996), Oberst Schmidt, Hans Georg (1997) - (1999), Oberst Schelzig, Peter (1999) - (2001), Oberst Schütz, Peter (2001)

Jagdbombergeschwader 33, Büchel
Zum 1. Juli 1958 wurde aus der Waffenschule 30 in Büchel durch Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 49 B vom 21. Juni das Jagdbombergeschwader 33 aufgestellt. Bei seiner Indienststellung war das Geschwader mit dem amerikanischen Waffensystem F-84F „Thunderstreak“ ausgerüstet. Ab 1962 erfolgte die Umrüstung auf das Flugzeugmuster F-104 G „Starfighter“. 1984 wurde auf das Waffensystem PA-200 „Tornado“ IDS umgerüstet, seit 1991 wird die modernere Version des „Tornado“ ECR geflogen. Im Juni 1993 waren Angehörige des Geschwaders bei Hilfseinsätzen in Somalia beteiligt, im Dezember 1993 und 1995 stellte das Geschwader aktive Hilfe beim Hochwasser an der Mosel zur Verfügung. Darüber hinaus leisteten auch Soldaten des Jagdbombergeschwaders 33 1995 / 96 im Rahmen eines Schnellen Einsatzverbandes im ehemaligen Jugoslawien internationale Hilfe. Der Verband nahm 1994 an den NATO-Übungen „Tac Eval“ und „Maple Flag“ in Kanada und 1995 an der NATO-Übung für den Kriseneinsatz „Strong Resolve“ in Norwegen teil.
Kommodore: Major Krupinski, Walter 01.10.1958 - 31.12.1962, Oberst Wroblewski, Georg 01.01.1963 - 30.11.1966, Oberst Stöcker, Kurt 01.12.1966 - 30.09.1970, Oberst Lutz, Günter 01.10.1970 - 30.09.1974, Oberst Schulzen, Hans- Peter 01.10.1974 - 30.09.1978, Oberst Stephan, Dieter 01.10.1978 - 31.12.1980, Oberst Glowka, Johannes 01.01.1981 - 30.09.1984, Oberst Borchers, Helmut 01.10.1984 - 30.09.1989, Oberst Schulte- Bisping, Detlef 01.10.1989 - 16.03.1992, Oberst Kuhlen, Wolfgang 17.03.1992 - 03.1994, Oberst Rapreger, Ulrich 03.1994 - 30.09.1995, Obstlt. Schmidt, Lothar 01.10.1995 - (1998), Oberst Schnell, Harry (1999) - (2000), Oberst Schütz, Helmut (2000) - 18.03.2002, Obstlt. Schelleis, Martin 19.03.2002

Jagdbombergeschwader 34 "Allgäu", Memmingen / Memmingerberg
Im Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 96 vom 17. September 1958 wurde zum 1. Oktober 1958 die Aufstellung des Jagdbombergeschwaders 34 in Nörvenich befohlen. Mit Änderungsbefehl vom 24. November 1958 wurde mit sofortiger Wirkung die vorübergehende Verlegung des Geschwaders auf den Fliegerhorst Fassberg und zum 1. Mai 1959 die Verlegung zum Endstandort Fliegerhorst Memmingen angeordnet. Ausgestattet war das Geschwader bei Indienststellung zunächst mit dem amerikanischen Flugzeugmuster F-84F „Thunderstreak.“ Am 1. Juli 1964 begann die Umrüstung auf das Überschallflugzeug F-104 G „Starfighter“ und Mitte der achtziger Jahre erfolgte der Wechsel auf das Waffensystem PA-200 „Tornado“ IDS. Später wurde die modernere Version „Tornado“ ECR geflogen. Im Mai 1992 wurde dem Geschwader der Beiname „Allgäu“ verliehen. Das Jagdbombergeschwader 34 „Allgäu“ wird auf Grund des Realisierungsplanes zur Luftwaffenstruktur 5 mit Organisationsbefehl Nr. 8 / 2003 (Lw) vom 29. Juni 2001 zum 30. Juni 2003 außer Dienst gestellt.
Kommodore: Major Greve, Carl- Heinz 05.1958 - 30.09.1964, Oberst Rall, Günther 01.10.1964 - 31.03.1966, Obstlt. Flade, Hans- Ulrich 01.04.1966 - 31.03.1969, Obstlt. Kunz, Georg 01.04.1969 - 04.1970, Obstlt. Kuebart, Hans- Jörg 15.07.1970 - 31.03.1972, Oberst Liedtke, Joachim 01.04.1972 - 31.05.1975, Oberst Mengden, Bruno v. 01.06.1975 - 30.09.1980, Oberst Hammerstein, Hermann 01.10.1980 - 30.09.1983, Oberst Höche, Jürgen 01.10.1983 - 30.09.1985, Oberst Stehli, Jürgen 01.10.1985 - 11.04.1990, Oberst Lemke, Horst 12.04.1990 - 12.1991, Oberst Freutel, Andris 1992 - (1994), Oberst Viereck, Karlheinz (1994) - (1996), Oberst Schneider, Heinrich (1996) - 30.06.1999, Oberst Ahrens, Uwe 01.07.1999 - (2001)

Jagdbombergeschwader 36 "Westfalen", Hopsten
Mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 180 vom 13. März 1961 wurde zum 1. April 1961 der Stab Jagdbombergeschwader 36 in Nörvenich aufgestellt. Gemäß gleichem Befehl wurde das Geschwader zum 1. September an seinen Endstandort Hopsten / Rheine verlegt. Der Verband war zunächst mit dem Flugzeugmuster F-84F „Thunderstreak“ ausgerüstet, ab 1965 begann die Umrüstung auf das Flugzeugmodell F-104 G „Starfighter“. Von 1974 bis 1976 wurde der Verband auf das Waffensystem F-4F Phantom II umgerüstet. Zum 11. Januar 1985 erhielt das Geschwader den Beinamen „Westfalen“. Das Jagdbombergeschwader 36 wurde mit Organisationsbefehl 17 / 1990 (Lw) vom 24. Januar 1991 zum 1. April 1991 umgegliedert und in Jagdgeschwader 72 “Westfalen“ umbenannt.
Kommodore: Major Meyn, Wilhelm 03.1961 - 12.1962, Major Opel, Hans- Gerhard 12.1962 - 08.1964, Obstlt. Kmitta, Lothar 08.1964 - 12.1969, Oberst Friesen, Hanscarl Frhr.v. 01.1970 - 03.1972, Obstlt. Merkl, Wilhelm 03.1972 - 12.1974, Oberst Schwenke, Winfried 01.1975 - 1976, Oberst Rimmek, Klaus- Wilhelm 1976 - 03.1979, Oberst Busch, Friedrich 04.1979 - 03.1982, Oberst Engelien, Botho 04.1982 - 1984, Oberst Vogler, Peter 1984 - 09.1986, Oberst Menge, Manfred 1987 - 1991

 

    F-104 Jagdverbände der Luftwaffe
 

Die Jagdgeschwader (JG) der Luftwaffe gehören zu den Luftverteidigungsverbänden.
Sie sind gegliedert in:
- Stab Jagdgeschwader darunter
- Fliegende Gruppe mit 1. und 2. Fliegender Staffel
- Technische Gruppe und
- Fliegerhorstgruppe.
Die Vorteile des Jägereinsatzes liegen in der größeren Reichweite des Jagdflugzeuges gegenüber den Boden- / Luft-Lenkflugkörpern und in ihrer Fähigkeit, schnell über große Entfernungen hinweg Schwerpunkte bilden zu können. Die deutschen Jagdgeschwader führen im Kriegsfall in der Luftverteidigungsrolle Abfangeinsätze gegen einfliegende Luftangriffskräfte sowie Abfangjagdeinsätze aus Patrouillenpositionen im Luftraum gegen tieffliegende Ziele durch. Die Jagdflugzeuge stehen als primäres Mittel zur raumdeckenden Sicherung und flexiblen und raschen Bildung von Abwehrschwerpunkten gegen Luftangriffe zur Verfügung. Zusätzlich können sie eigene Land-, See- und Luftoperationen durch Begleitschutz und Jagdvorstoß unterstützen. Je nach Lageerfordernis können sie auch als Jagdbomber eingesetzt werden. Im Frieden dient das Jagdflugzeug vor allem der Überwachung des deutschen Luftraumes. Die Jagdgeschwader waren und sind den Luftwaffendivisionen unterstellt. Die Luftwaffe verfügt mit heutigem Stand (2006) über 3 Jagdgeschwader:
- JG 71 "Richthofen" in Wittmund, der 4. Luftwaffendivision in Aurich unterstellt
- JG 73 "Steinhoff" in Laage, der 3. Luftwaffendivision in Berlin-Gatow unterstellt
- JG 74 "Mölders" in Neuburg, der 1. Luftwaffendivision in Fürstenfeldbruck unterstellt
Da alle bewaffneten Kampfverbände der Luftwaffe ausschließlich von der NATO eingesetzt werden, sind sie in die Kommandostruktur der NATO integriert. Es werden dabei zwei Stufen unterschieden: - „earmarked“ („vorgemerkt“) für Verbände mit noch nicht ausreichender Einsatzbereitschaft - „assigned“ („zugewiesen“) für Verbände mit ausreichender Einsatzbereitschaft für den Kampfeinsatz. Assignierte Einheiten befinden sich unter der direkten Kommandobefugnis der NATO und haben im Kriegsfall sofort den Kampf gemäß NATO-Einsatzplänen aufzunehmen. Der Unterstellungsstatus ergibt sich aus der jeweiligen organisatorischen, personellen, technischen und logistischen Situation eines Verbandes. Häufig werden nicht ganze Geschwader, sondern nur einzelne Staffeln bzw. der jeweilige Stab der NATO assigniert. Zum Teil werden Assignierungen auch wieder aufgehoben, weil die Einheiten umgerüstet, verlegt oder aufgelöst werden

Jagdgeschwader 71 "Richthofen", Wittmund
Das Jagdgeschwader 71 wurde mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 110 vom 28. Januar 1959 zum 6. Juni 1959 auf dem Fliegerhorst Ahlhorn in Dienst gestellt. Zur Erstausstattung des Verbandes gehörte das Jagdflugzeug Sabre Mk. 6.Mit Wirkung vom 21. April 1961 verlieh der damalige Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Josef Kammhuber, dem Verband die Traditionsbezeichnung „Richthofen“ (Rittmeister Manfred von Richthofen war ein erfolgreicher Kampfflieger im 1. Weltkrieg). Mit Befehl für die Verlegung vom 24. Januar 1963 zog das Geschwader bis zum 31. März auf seinen Endstandort Fliegerhorst Wittmund um. Zeitgleich erfolgte die Umrüstung auf das Flugzeugmuster F-104G „Starfighter“. Von 1974 bis 1975 wurde auf das Waffensystem F- 4F Phantom II umgerüstet, das noch heute im Einsatz ist. Das Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ ist gegenwärtig der 4. Luftwaffendivision in Aurich unterstellt.
Kommodore: Obstlt. Hartmann, Erich 1958 - 05.1962, Major Josten, Günther 05.1962 - 03.1967, Obstlt. Kallerhoff, Horst- Dieter 04.1967 - 09.1970, Oberst Pieper, Ulrich 09.1970 - 10.1972, Oberst Rentel, Hans- Jürgen 10.1972 - 06.1976, Obstlt. Braasch, Otto 06.1976 - 09.1976, Oberst Willing, Erwin 09.1976 - 09.1979, Oberst Kompch, Lothar 10.1979 - 09.1983, Oberst Eggert, 10.1983 - 03.1987, Oberst Böcker, Dirk 03.1987 - 06.1989, Oberst Nowak, Heinz- Gerd 07.1989 - 03.1993, Oberst Merklinghaus, Dierk- Peter 03.1993 - 03.1995, Oberst Fahl, Wolfgang 03.1995 - 1998, Oberst Hecht, Hans- Joachim 1999 - (2001)

Jagdgeschwader 74 "Mölders", Neuburg
Mit Befehl für die Umbenennung und Verlegung vom 4. April 1961 wurde das Jagdgeschwader 75 in Leipheim zum 1. Mai 1961 in Jagdgeschwader 74 umbenannt. Gleichzeitig erfolgte die Verlegung zum Fliegerhorst Neuburg / Donau. Ausgerüstet war das Geschwader zu diesem Zeitpunkt mit der F- 86K Sabre. Zwischen 1964 und 1966 wurde auf das Waffensystem F-104G „Starfighter“ umgerüstet. Am 22. November 1973 wurde dem Verband der Traditionsname „Mölders“ (Oberst Werner Mölders war Kampfflieger im 2. Weltkrieg) verliehen. Von 1974 bis 1976 stellte das Geschwader auf das Flugzeugmuster F-4F Phantom II um, das bis zur heutigen Zeit (2006) im Einsatz ist. Das Jagdgeschwader 74 „Mölders“ untersteht heute der 1. Luftwaffendivision in Fürstenfeldbruck.
Kommodore: Obstlt. Wegner, Fritz 05.1961 - 09.1968, Oberst Mohrdieck, Gerhard 10.1968 - 09.1972, Oberst Erlemann, Rudolf 10.1972 - 03.1975, Oberst Schmitz, Walter 01.04.1975 - 17.07.1977, Oberst Estendorfer, Michael 18.07.1977 - 31.03.1980, Oberst Block, Hans- Heinrich 01.04.1980 - 31.03.1983, Oberst Lange, Gunter 01.04.1983 - 31.03.1986, Oberst Ruppert, Helmut 01.04.1986 - 31.03.1991, Oberst Fredemann, Kurt- Wolfgang 01.04.1991 - 09.1993, Obstlt. Volk, Claus 10.1993 - 1995, Oberst Ballhausen, Gerhard 1995 - 1997, Obstlt. Frank, Ludwig 1998 - 2000, Oberst Müllner, Karl 2000

 

    F-104 Schulen der Luftwaffe  
 
  Waffenschule der Luftwaffe 10, Jever
Mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 54 vom 21. März 1957 wurde zum 1. April 1957 der Stab und die 1. Staffel der Waffenschule 10 in Nörvenich aufgestellt. Die Unterstellung erfolgte ab 1. Mai 1957 unter das Kommando der Schulen. Ab 15. Mai 1958 wurde laut Aufstellungsbefehl Nr.
54
A vom 13. Mai 1958 mit der Aufstellung der 2. Staffel auf dem Fliegerhorst Oldenburg begonnen. Ab dem 1. Juni erfolgte dort mit gleichem Befehl auch die Aufstellung der 3. Staffel.
Gegliedert war die Schule in:
- Stab Waffenschule der Luftwaffe 10
- I. Ausbildungsgruppe (mit Technischer Gruppe, Fliegerhorstgruppe)
- II. Ausbildungsgruppe
- Fliegerhorstgruppe Jever
1961 erfolgte der Unterstellungswechsel zum Luftwaffenamt- General Kampfverbände der Luftwaffe.
Mit Befehl für die Umgliederung und Verlegung vom 10. September 1963 wurde die Schule ab 1. Oktober 1963 an den Endstandort Jever verlegt. Dem Stab unterstellt waren nunmehr:
- Ausbildungsgruppe
- Technische Gruppe
- Fliegerhorstgruppe
Der Unterstellungswechsel vom Luftwaffenamt unter das Luftflottenkommando, Kommando 3. Luftwaffendivision, wurde 1971 wirksam.
Gemäß Organisationsbefehl Nr. 13 / 1983 vom 14. April 1983 wurde die Waffenschule 10, infolge Anpassung der Organisation der Fliegenden Kampfverbände der Luftwaffe an die neuen Aufgaben im Rahmen der Einführung des Waffensystems Tornado, zum 1. Juli 1983 umgegliedert und umbenannt in Jagdbombergeschwader 38.
Die Waffenschule 10 hatte folgende Aufgaben zu erfüllen:
- Umschulung der Flugzeugführer-Schüler auf die jeweils aktuellen Flugzeugmuster
- Gefechtseinzelausbildung aller Jagdflugzeugführer-Schüler bis zur Einsatzbereitschaft im Verband
- Theoretische Weiterbildung in Taktik, Technik, Navigation, Waffen, Sprache, Meteorologie u.a. der Flugzeugführer-Schüler

Kommandeur:
Oberst Wehnelt, Herbert 05.1957 - 02.1962, Oberst Hohagen, Erich 02.1962 - 08.1967, Oberst Pieper, Ulrich 08.1967 - 09.1970,
Oberst Schumacher, Enno 10.1970 - 03.1972, Oberst Klaffenbach, Hans 04.1972 - 1983

 
    RF-104G Aufklärungsverbände der Luftwaffe 
 
  Die Luftaufklärungsverbände der Bundesluftwaffe haben im Kriegsfall die Aufgabe ein möglichst lückenloses Bild über Stärke, Absichten und Bewegungen des Gegners zu erstellen. Dies umfasst die Aufklärung der gegnerischen
- Land- und Seestreitkräfte, - Kampfanlagen, - Führungs- und Versorgungseinrichtungen sowie das - Feststellen der eigenen Waffenwirkung. Die Aufklärungsgeschwader sind gegliedert in
- Stab Aufklärungsgeschwader darunter
- Fliegende Gruppe mit 1. und 2. Fliegender Staffel
- Technische Gruppe und
- Fliegerhorstgruppe.
Die Aufklärungsgeschwader unterstanden bei ihrer Aufstellung zunächst den Luftwaffengruppen Nord bzw. Süd. Nach mehrmaliger Umgliederung in der Kommandostruktur der Luftwaffe wurden sie schließlich den Luftwaffendivisionen unterstellt. Da alle bewaffneten Kampfverbände der Luftwaffe ausschließlich von der NATO eingesetzt werden, sind sie in die Kommandostruktur der NATO eingebunden. Dabei werden zwei Stufen voneinander unterschieden: - „earmarked“ („vorgemerkt“) für Verbände mit noch nicht ausreichender Einsatzbereitschaft - „assigned“ („zugewiesen“) für Verbände mit ausreichender Einsatzbereitschaft für den Kampfeinsatz. Assignierte Einheiten befinden sich unter der direkten Kommandobefugnis der NATO und haben im Kriegsfall sofort den Kampf gemäß NATO-Einsatzplänen aufzunehmen. Der Unterstellungsstatus ergibt sich aus der jeweiligen organisatorischen, personellen, technischen und logistischen Situation eines Verbandes. Häufig werden nicht ganze Geschwader, sondern nur einzelne Staffeln bzw. der jeweilige Stab der NATO assigniert. Zum Teil werden Assignierungen auch wieder aufgehoben, weil die Einheiten umgerüstet, verlegt oder aufgelöst werden.

Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann", Bremgarten (1959 – 1993)
Das Aufklärungsgeschwader 51 wurde mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 124 vom 10. April 1959 zum 1. April 1959 in Erding aufgestellt und der Luftwaffengruppe Süd unterstellt. Bei seiner Aufstellung war das Geschwader mit dem Flugzeugmuster RF- 84F „Thunderflash“ ausgerüstet. Gemäß Verlegungsbefehl vom 7. April 1960 wurde das Geschwader zum 1. Mai auf den Fliegerhorst Manching bei Ingolstadt verlegt. Mit Wirkung vom 21. April 1961 wurde dem Verband der Traditionsname „Immelmann“ verliehen (Oberleutnant Max Immelmann war ein erfolgreicher Kampfflieger im 1. Weltkrieg). Ab 1963 rüstete das Geschwader auf das Waffensystem RF-104 G „Starfighter“ um. Mit Verlegungsbefehl vom 28. März 1968 wurde ab 15. April 1969 von Ingolstadt auf den Fliegerhorst Bremgarten bei Freiburg verlegt. Im Jahre 1971 wurde mit der Umrüstung auf das Waffensystem RF 4-E Phantom II begonnen. Gemäß Organisationsbefehl Nr. 29 / 1991 vom 19. November 1991 wurde das Aufklärungsgeschwader 51 zum 31. März 1993 außer Dienst gestellt.
Kommodore: Oberst Grasemann, Walter 07.1959 - 04.12.1962, Oberst Loosen, Bruno 05.12.1962 - 31.03.1969, Oberst Sauer, Wolfgang 01.04.1969 - 30.09.1972, Obstlt. Schade, Fritz 01.10.1972 - 27.03.1977, Oberst Adam, Hermann 28.03.1977 - 31.03.1980, Oberst Koch, Karl- Heinz 01.04.1980 - 15.10.1981, Oberst Purucker, Manfred 16.10.1981 - 31.12.1984, Oberst Wienss, Eckart 01.01.1985 - 24.03.1988, Oberst Back, Gerhard 25.03.1988 - 30.05.1990, Oberst Focke, Uwe 31.05.1990 - 1993
Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“, Jagel (seit 1993)
Zeitgleich mit der Auflösung des alten Aufklärungsgeschwaders 51 wurde mit Organisationsbefehl Nr. 49 / 1992 (Lw) vom 26. Februar 1993 die Aufstellung eines neuen Aufklärungsgeschwaders 51 mit Luftfahrzeugen der Marine auf dem Marinefliegerhorst Schleswig-Jagel zum 1. Mai 1993 befohlen. Der Verband, der der 3. Luftwaffendivision unterstellt wurde, führte vom Tag der Indienststellung den Traditionsnamen „Immelmann“ fort. Das Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ ist derzeit das einzige Aufklärungsgeschwader der Luftwaffe. Zur Zeit (2006) ist das Waffensystem „Tornado“ im Einsatz. Kommodore: Oberst Sowada, Eckhard 1993 - (1995), Oberst Kreuzinger-Janik, Arne (1996) - 1997, Oberst Both, Jochen 1997 - (2000), Oberst Poth, Hans- Dieter (2000) - (2002)

Aufklärungsgeschwader 52, Leck
Als zweites Aufklärungsgeschwader der Luftwaffe wurde ab 1. April 1959 durch Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 125 vom 10. April das Aufklärungsgeschwader 52 auf dem Fliegerhorst Erding in Dienst gestellt und in jeder Hinsicht der Luftwaffengruppe Süd unterstellt. Die Erstausstattung des Geschwaders bestand aus Maschinen des Flugzeugtyps RF-84F „Thunderflash“. Zum 1. November 1960 wurde gemäß Verlegungsbefehl vom 8. August von Erding zum Fliegerhorst Eggebeck bei Flensburg verlegt. Gleichzeitig erfolgte eine Unterstellungsänderung unter die Luftwaffengruppe Nord. Ab 1. Oktober 1964 verlegte das Geschwader an seinen endgültigen Standort, den Fliegerhorst Leck (Befehl für die Verlegung vom 15. Juli). Zeitgleich wurde mit der Umrüstung des Verbandes auf das Waffensystem RF-104G „Starfighter“ begonnen. Ab 1971 erfolgte die Einführung des Flugzeugmusters 4E Phantom II. 1970 sowie 1978/79 wurden Teile des Geschwaders zum Räumen der Schneemassen in Schleswig-Holstein abgestellt. Gemäß Organisationsbefehl Nr. 44 / 1992 (Lw) vom 18. September 1992 wurde das Aufklärungsgeschwader 52 mit Wirkung vom 31. März 1994 außer Dienst gestellt.
Kommodore: Major Metz, Wilhelm 1959 - 12.1959, Oberst Cescotti, Roderich 01.1960 - 02.1965, Oberst Jentzen, Hans- Jürgen 02.1965 - 01.1970, Oberst Braun, Hermann 02.1970 - 09.1972, Oberst John, Gerhard 10.1972 - 02.1976, Oberst Decken, Bernd- Dieter v.d. 02.1976 - 03.1980, Oberst Hameyer, Joachim 04.1980 - 09.1982, Oberst Thormann, Siegfried 10.1982 - 01.1986, Obstlt Seifert, Hans- Heinrich 02.1986 - 11.1988, Oberst Scholz, Henner 12.1988 - 03.1994

 

    Marinefliegerverbände  
 
  Marinefliegergeschwader 1
Als erster fliegender Verband der Marine wurde mit Aufstellungsbefehl Nr. 62 -Marine- vom 12. März 1957 zum 1. April 1957 die 1. Marinefliegergruppe mit Standort Kiel-Holtenau aufgestellt. Anfang 1958 verlegten Teile auf den Fliegerhorst Schleswig-See, am 1. August die gesamte 1. Marinefliegergruppe nach Jagel. Ausgerüstet wurde das Geschwader zunächst mit einer Mehrzweckstaffel Sea Hawk und einer U-Jagdstaffel Gannet. Das Personal beider Staffeln verlegte für die Zeit vom 15. April bis 31. Juli 1958 nach Großbritannien (Nachtrag zum Aufstellungsbefehl Nr. 62 -Marine- vom 27. März 1958). Die U-Jagdstaffel trat am 1. Oktober 1961 zum 2. Marinefliegergeschwader.

Durch Umgliederungsbefehl Nr. 1 vom 13. Juli 1959 wurde zum 16. Juli 1959 die 1. Marinefliegergruppe in 1. Marinefliegergeschwader (MFG) und am 1. Oktober 1963 in Marinefliegergeschwader 1 umbenannt.
Mit Aufstellungsbefehl Nr. 186 -Marine- vom 15. November 1970 wurde die Aufstellung einer Flugabwehrstaffel befohlen.
1963 begann die im Frühjahr 1965 beendete Umrüstung auf den Starfighter. Der letzte Flug mit einem Starfighter des Marinefliegergeschwaders 1 wurde am 29. Oktober 1981 durchgeführt. Eine weitere Umrüstung erfolgte in den Jahren 1981 und 1982 auf das Mehrzweckstrahlflugzeug Tornado. Ausgestattet mit dem Auftrag Kampfeinsatz über See verfügte das Marinefliegergeschwader 1 1983 über zwei Jagdbomberstaffeln. Wie alle Marinefliegergeschwader bestand das Geschwader 1 aus Fliegender Gruppe, Technischer Gruppe sowie Fliegerhorstgruppe.
Die Flugabwehrstaffel des Marinefliegergeschwaders 1 wurde 1988 auf das Waffen-System Roland umgerüstet.
Für das Marinefliegergeschwader 1 trat die mit Organisations-Änderungsweisung Nr. 1/92 -Marine- für den Aufstellungsbefehl Nr. 62 –Marine- vom 13. Januar 1992 verfügte schrittweise Auflösung vom 1. April 1992 bis zum 30. September 1994 in Kraft.

Mit der Aufstellung der 1. Marinefliegergruppe beauftragt:
KL Wachsmuth, Kurt 04.1957 – 09.1957
FK Lohmeyer, Peter 10.1957 – 07.1958

1. Marinefliegergruppe Kommandeure:
FK Linke, Richard 08.1958 – 04.1959
FK Klümper, Werner 04.1959 – 07.1959

Marinefliegergeschwader 1 Geschwader-Kommodore:
KZS Klümper, Werner 07.1959 – 08.1963, KZS Jung, Berthold 08.1963 – 06.1965, KZS Luther, Günter 07.1965 – 10.1968, KZS Reger, Gerhard 10.1968 – 04.1973, KZS Dubois, Jürgen 04.1973 – 04.1977, KZS Scholz, Waldemar 05.1977 – 03.1983, KZS Wewetzer, Klaus 04.1983 – 03.1987, KZS Gloeckner, Lutz-Uwe 04.1987 – 1992, KZS Kalähne, Wolfgang (1993) – (1994)

Marinefliegergeschwader 2
Durch Aufstellungsbefehl Nr. 77 -Marine- vom 26. Februar 1958 wurde am 1. April die 2. Marinefliegergruppe in Kiel-Holtenau eingerichtet. Im Februar 1959 verlegte sie nach Schleswig-Jagel. Die 2. Marinefliegergruppe wurde zum 16. Juli 1959 in 2. Marinefliegergeschwader und am 1. Oktober 1963 in Marinefliegergeschwader 2 umbenannt. Das Geschwader war vom 17. Dezember 1962 bis 12. April 1963 in Nordholz, danach in Tarp/Eggebek stationiert. Im Dezember 1959 wurde die Aufklärungsstaffel des 2. Marinefliegergeschwaders dem 1. Marinefliegergeschwader einsatzmäßig und ab dem 1. Oktober 1961 in jeder Hinsicht unterstellt. Dafür trat die U-Jagdstaffel des 1. Marinefliegergeschwaders zum 2. Marinefliegergeschwader. Anfang 1962 verlegte sie nach Westerland / Sylt. Am 1. Oktober 1964 wurde diese U-Jagdstaffel dem Marinefliegergeschwader 3 unterstellt.
Mit Aufstellungsbefehl Nr. 186 -Marine- vom 15. November 1970 wurde die Aufstellung einer Flugabwehrstaffel beim Marinefliegergeschwader 2 befohlen.
1983 bestand das Marinefliegergeschwader 2 aus einer Staffel Jagdbomber und einer Staffel Aufklärer sowie der Fliegenden, der Technischen und der Fliegerhorst-Gruppe.
Das Marinefliegergeschwader 2 führte ab 1986 das Waffensystem Tornado ein. Im Mai 1987 wurde der Flugbetrieb der Marine mit dem Waffensystem F-104 G in Erding beendet. Die Flugabwehrstaffel wurde 1989 auf das Waffensystem Roland umgerüstet; mit Wirkung vom 1. Oktober 2001 wurde die Marinefliegerflugabwehrstaffel Roland des Marinefliegergeschwaders 2 aufgelöst (Organisations-Änderungsweisung Nr. 1 / 01 -Marine- für den Aufstellungsbefehl Nr. 77 –Marine- vom 27. Februar 2001).
Heute ist das Geschwader mit 51 Luftfahrzeugen der größte Tornado-Verband der Bundeswehr. Die Hauptaufgaben der Marinetornados sind taktische Luftaufklärung und –Unterstützung maritimer Operationen als Marinejagdbomber. Inklusive der Nebenaufgaben, wie dem Ausbringen von Seeminen, Bekämpfung und Unterdrückung feindlicher Luftverteidigungsmittel mit dem Flugkörper HARM (Highspeed Anti-Radiation-Missile), der Luftbetankung und der Fähigkeit zur Selbstverteidigung, stellt das Marinefliegergeschwader 2 den Verband mit dem am weitesten gefächerten Einsatzspektrum in der Bundeswehr dar. Die 1. und 2. Staffel führen Einsatzrollen im täglichen Flugbetrieb durch. Schwerpunkt der 3. Staffel ist die taktische Erstausbildung aller neu zuversetzten Piloten und Waffensystemoffiziere sowie die vertiefende Ausbildung der Besatzungen der 1. und 2. Staffel.

2. Marinefliegergruppe Kommandeure :
FK Klümper, Werner 04.1958 – 04.1959
FK Thomsen, Ernst-Heinrich 04.1959 – 07.1959

Marinefliegergeschwader 2 Geschwader-Kommodore:
FK Thomsen, Ernst-Heinrich 07.1959 – 03.1960, KZS Lorenz, Helmut 04.1960 – 12.1965, KZS Lemp, Rolf 12.1965 – 09.1969, KZS Otto, Helmuth 09.1969 – 03.1974, KZS Ziebis, Kurt 04.1974 – 03.1977, KZS Scheyka, Willi 03.1977 – 06.1981, KZS Stief, Jürgen 06.1981 – 04.1985, KZS Engelmann, Wolfgang 04.1985 – 09.1987, KZS Liche, Volker 09.1987 – 04.1990, KZS Pfeiffer, Lutz 04.1990 – 11.1994, KZS Hartmann, Manfred 12.1994 – 09.1997, KZS Mollenhauer, Michael 09.1997 – 12.2001, FK Pichl, G. A. (2002)
 
   Luftwaffenversorgungsregimenter der Luftwaffe

   

  Luftwaffenversorgungsregimenter sind die eigentlichen logistischen Truppen der Luftwaffe. Ihr Auftrag besteht in der Instandsetzung von Material und Gerät der Luftwaffenverbände, der Versorgung der Luftwaffenverbände mit Ersatzteilen, Munition, Betriebsstoffen und Verbrauchsmaterial, der Durchführung von Versorgungstransporten sowie der Versorgung von Heeres- und Marinefliegereinheiten mit luftwaffeneigentümlichem Material. Dieser Auftrag umfasst die Teilgebiete
- Versorgung und Nachschub mit Ersatzteilen und Mengenverbrauchsgütern - Instandsetzung von militärischen Geräten und Fahrzeugen - Transport von Wehrmaterial Hierzu unterhalten die Luftwaffenversorgungsregimenter eine Vielzahl von - Depoteinrichtungen (Luftwaffenübernahme/ Luftwaffenmaterialdepots, Luftwaffenmunitionsdepots, Luftwaffenbetriebsstoffdepots) - Instandsetzungseinrichtungen (Werften) - Transporteinrichtungen wie Luftwaffen-Kfz-Transportstaffeln und - Sanitätseinrichtungen Die Depots der Versorgungsregimenter sind zuständig für den Umschlag, die Übernahme und Lagerung von Material. In ihnen werden Ersatzteile, Betriebsstoffe, Munition, komplette Fahrzeuge und auch Arzneimittel und Sanitätsmaterial bevorratet. Die Luftwaffenwerften sind militärische Spezialeinrichtungen, die einsatzwichtiges Gerät und Material instandsetzen. Die Luftwaffenkraftfahrzeug-Transport- und -umschlagstaffeln führen die erforderlichen Material- und Personentransporte zu und von den jeweiligen Bedarfsträgern für die Bundeswehr und die NATO durch. Sie sind mit einem breitgefächerten Fahrzeugpark ausgestattet. Daneben sind sie auch für die Wartung, Pflege und Instandsetzung aller zum Versorgungsgebiet gehörenden Kraftfahrzeuge zuständig.

Luftwaffenversorgungsregiment 1, Erding
Als erstes Versorgungsregiment der Luftwaffe wurde mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 21 vom 22. September 1956 zum 1. Oktober 1956 das Luftwaffenversorgungsregiment 1 auf dem Fliegerhorst Erding aufgestellt und dem Materialkommando der Luftwaffe (später Materialamt) in jeder Hinsicht unterstellt. Der Verband ist damit der älteste logistische Verband der Luftwaffe. Bei seiner Aufstellung waren dem Regiment folgende Einheiten nachgeordnet: - Versorgungsgruppe 11 - Versorgungsgruppe 12 - Flugbetriebsstofflager - Kraftfahrzeugtransportkompanie 1 - Kraftfahrzeugtransportkompanie 2. Das Regiment selber war gegliedert in - Stab - Instandsetzungsgruppe (mit Flugzeugreparatur-, Ausrüstungsreparatur-, Bodengerätereparatur- und Elektronikreparaturstaffel) - Fliegerhorstgruppe (mit Flugbetriebs-, Nachschub- und Luftwaffensanitätsstaffel) - Nachschubgruppe (mit Lagerkontroll- und Lagerstaffel, Maschinelles Berichtswesen) - Transportgruppe (mit Luftwaffen-Transportkompanie, Fahrschule, Kraftfahrzeuginstandsetzung) Durch das Regiment wurden Arbeiten bis zur Materialerhaltungsstufe 2 (leichte Feldinstandsetzung) sowie Aufgaben zur Lagerung von entsprechendem Wehrmaterial durchgeführt. Dafür waren die Instandsetzungsstaffeln überwiegend für den mobilen Einsatz ausgerichtet. Von 1959 bis 1968 führte das Luftwaffenversorgungsregiment 1 die Bezeichnung Luftwaffenparkregiment 1. Die Umbenennung und Umgliederung erfolgte zum 1. Januar 1959 gemäß Befehl vom 22. Dezember 1958. Aufgaben und Struktur änderten sich: aus einem „leichten Versorgungsregiment“ wurde ein „schweres Parkregiment“. In den Staffeln der Instandsetzungsgruppe des Luftwaffenparkregiments 1 wurden nun auch Arbeiten an Flugzeugen, Triebwerken, Flugzeugausrüstung, Bodendienstgeräten, Flugzeugelektronikgeräten, Bord- und Bodenwaffen sowie Sonderkraftfahrzeugen in der Materialerhaltungsstufe 3 (schwere Feldinstandsetzung) durchgeführt. Im Gegensatz zum Luftwaffenversorgungsregiment waren die Staffeln des Parkregiments ortsfest. Unterstellt wurde das Luftwaffenparkregiment 1 mit vorgenanntem Befehl der Luftwaffengruppe Süd. Mit Befehl für die Unterstellungsänderung vom 13. März 1963 wurde das Luftwaffenparkregiment 1 zum 1. April aus der Luftwaffengruppe Süd herausgelöst und der Inspektion Versorgung und Truppentechnik beim Luftwaffenamt unterstellt. Im Rahmen der Umstellung der Luftwaffe auf eine effizientere Kommandostruktur wurde zum 1. Mai 1968 die Umgliederung und Umbenennung des Luftwaffenparkregiments 1 in Luftwaffenversorgungsbereich 1 (Befehl für die Umgliederung vom 15. März 1968) befohlen. Die Unterstellung unter das Luftwaffenamt blieb bestehen. Dem Kommandeur unterstanden nunmehr nur noch zwei, statt bislang vier Gruppen. Die früheren Instandsetzungsgruppen sowie die Nachschub- und Transportgruppe wurden zusammengefasst und neu strukturiert. Ab 1. Oktober 1968 wurde darüber hinaus die Fliegerhorstgruppe Erding Truppenteil des Luftwaffenversorgungsbereiches 1, dessen Gliederung sich jetzt wie folgt darstellte: - Stab - Luftwaffendepotinstandsetzungsgruppe 1 Erding (mit Stab, Luftwaffenwerft 11 bis 14 und 16 in Erding, Luftwaffenwerft 15 in Kaufering) - Luftwaffenhauptdepotgruppe 1 Erding ( mit Stab, Luftwaffenmaterialdepot 1 und 11 in Erding, Luftwaffenmaterialdepot 12 in Bruchmühlbach, Luftwaffenmaterialdepot 13 in Neustadt, Luftwaffenmaterialdepot 14 in Sulz, Kraftfahrzeugtransport- und -unterstützungsstaffel in Erding, Luftwaffensanitätsstaffel 1 in Neustadt) - Fliegerhorstgruppe Erding (mit Stab, Flugbetriebsstaffel, Versorgungsstaffel, Luftwaffensanitätsstaffel, Unteroffizier-, Lehr- und Sicherungsstaffel, Geophysikalische Beratungsstelle 4) Mit Aufstellung des Luftwaffenunterstützungskommandos 1970 (hervorgegangen aus der Inspektion Versorgung und Truppentechnik beim Luftwaffenamt) wurde der Luftwaffenversorgungsbereich 1 aus der Inspektion Versorgung und Truppentechnik ausgegliedert und der Luftwaffenunterstützungsgruppe Süd unterstellt, die wiederum dem Luftwaffenunterstützungskommando unterstand. Gemäß Befehl für die Umgliederung vom 30. August 1973 wurde Luftwaffenversorgungsbereich 1 zum 1. Oktober wieder in Luftwaffenversorgungsregiment 1 umbenannt und umgegliedert. Die Luftwaffenhauptdepotgruppe 1 und die Luftwaffendepotinstandsetzungsgruppe 1 wurden aufgelöst und die Staffeln, Werften und Depots direkt dem Regimentsstab unterstellt. Zum 1. Oktober 1980 wurde zu den bereits vorhandenen Einheiten zusätzlich eine Technische Gruppe sowie das „Trinationale Verteiler- und Übernahmedepot“ (zum Empfang und Weiterleiten für das zum MRCA Tornado gehörende Wehrmaterial) aufgestellt. Das Trinationale Verteiler- und Übernahmedepot wurde zum 1. Januar 1990 mit dem Luftwaffenmaterialdepot 11 zu dem neuen Luftwaffenübernahme- / Luftwaffenmaterialdepot 11 zusammengelegt. Mit Auflösung des Luftwaffenunterstützungskommandos infolge Einnahme der Luftwaffenstruktur 5 war das Luftwaffenversorgungsregiment ab 2001 dem Luftwaffenamt unterstellt. Mit Organisationsbefehl Nr. 314/ 2002 (Lw) vom 28. Dezember 2001 erfolgte zum 1. Juli 2002 die Umgliederung des Luftwaffenversorgungsregimentes 1 unter gleichzeitiger Umbenennung in Luftwaffeninstandhaltungsregiment 1 und dessen truppendienstliche und einsatzmäßige Unterstellung beim Luftwaffenmaterialkommando.

Luftwaffenversorgungsregiment 1, 1956 - 1958
Luftwaffenparkregiment 1, 1959 - 1968
Luftwaffenversorgungsbereich 1, 1968 - 1973
Luftwaffenversorgungsregiment 1, 1973 - 2002
Luftwaffeninstandhaltungsregiment 1, ab 2002


Kommandeur: Oberst Loßberg, von 01.10.1956 - 30.11.1956, Oberst Stemmler, Wilhelm 01.12.1956 - 21.04.1960, Oberst Huppenbauer, Hermann 22.04.1960 - 17.04.1963, Oberst Feuerrohr, Walter 18.04.1963 - 31.03.1966, Oberst Busse, Albert 01.04.1966 - 30.09.1970, Oberst Wagner, Wilhelm 01.10.1970 - 30.09.1973, Oberst Thierschmann, Claus 01.10.1973 - 18.01.1976, Oberst Grammer, Sigmund 19.01.1976 - 31.03.1979, Oberst Dassler, Georg 01.04.1979 - 31.03.1981, Oberst Klepzig, Dieter 01.04.1981 - 11.09.1986, Oberst Meissner, Hans-Joachim 12.09.1986 - 24.09.1989, Oberst Priller, Josef 25.09.1989 - 31.03.1991, Oberst Breidenbach, Jürgen 01.04.1991- 31.12.1993, Oberst Heinze, Uwe 01.01.1994 - 31.10.1996, Oberst Glunz, Herbert 01.11.1996 - 30.09.1998, Oberst Zäpfel, Klaus 01.10.1998 - 31.03.2000, Oberst Ikier, Peter 01.04.2000 - 30.09.2001, Oberst Mertel, Ralf 01.10.2001

Luftwaffenversorgungsregiment 3, Landsberg
Die ersten Teile des Luftwaffenversorgungsregimentes 3 wurden zum 1. Januar 1959 gemäß Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 113 vom 22. Dezember 1958 auf dem Fliegerhorst in Erding aufgestellt. Weitere Teile wurden auf dem Fliegerhorst Leipheim sowie dem Fliegerhorst Ingolstadt untergebracht. Im Juli 1963 erfolgte die Verlegung des Regimentsstabs nach Landsberg a. Lech. Dem Regiment waren seit seiner Indienststellung wechselnd verschiedene Versorgungs- und Transporteinrichtungen unterstellt.
1985 waren ihm folgende Einheiten zugeordnet: - Luftwaffenwerft 31, Landsberg - Luftwaffenkraftfahrzeugtransportstaffel 31, Penzing - Luftwaffenmaterialdepot 31, Landsberg - Technische Gruppe 31, Leipheim - Luftwaffenmunitionsdepot 31, Setzingen - Luftwaffenwerft 32, Ummendorf - Luftwaffenmaterialdepot 32, Sulz (Neckar) - Luftwaffen- POL (Petrolis Oil Lubricants = Kraftstoffe Öle Schmierstoffe) – Depot, Leipheim - Luftwaffenmunitionsdepot 11, Weichering - Programmierzentrum der Luftwaffe für fliegende Waffensysteme (zur Pflege und Änderung der Software für den computergestützten Einsatz von Kampfflugzeugen sowie Mitarbeit bei der Entwicklung neuer Programme).
Im Jahr 2000 sah die Struktur folgendermaßen aus: - Stab - Luftwaffenwerft 33, Leipheim - Luftwaffenbetriebsstoffdepot 31, Leipheim - Luftwaffenmunitionsdepot 31, Setzingen - Luftwaffenwerft 32, Ummendorf - Luftwaffenwerft 31, Landsberg - Luftwaffenmaterialdepot 321, Landsberg - Luftwaffen-Kraftfahrzeug-Transportstaffel 31, Landsberg - Programmierzentrum der Luftwaffe für fliegende Waffensysteme Gemäß Organisationsbefehl Nr. 224/ 2002 (Lw) vom 26. September 2001 wurde das Luftwaffenversorgungsregiment 3 mit Wirkung zum 31. Februar 2002 aufgelöst.
Kommandeur: Oberst Schlosser, Heinrich 01.08.1961 - 30.09.1966, Oberst Wagner, Ludwig 01.10.1966 - 31.03.1969, Oberst Weber, Günter 01.04.1969 - 26.01.1971, Oberst Scholz, Günther 27.01.1971 - 27.02.1973, Oberst König, Harald 01.03.1973 - 28.02.1977, Oberst Klatte, Peter 01.03.1977 - 30.09.1979, Oberst Mikulcik, Waldemar 01.10.1979 - 31.03.1987, Oberst Richter, Klaus 01.04.1987 - 30.09.1990, Oberst Härms 01.10.1990 - 31.03.1992, Oberst Knepper, Klaus 01.04.1992 - 30.09.1993, Oberst Wilke, Nikolaus 01.10.1993 - 11.12. 1995, Oberst Proelß, Joachim 12.12.1995 - 30.09.2000, Oberst Haumann, Werner 2000 - 02.2002
 

   1. Luftwaffendivision  
   1957 - 1991  
 

Am 1. August 1957 wurde, gemäß Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 64 vom 27. Juli, mit der Aufstellung der 1. Luftverteidigungsdivision mit Divisionsstab in München begonnen. Die Unterstellung erfolgte zunächst direkt unter das Bundesministerium der Verteidigung, Führungsstab der Luftwaffe. In der Anfangsphase waren es nur Luftverteidigungsstreitkräfte (Flugabwehrregiment 1 und 11, Fernmelderegiment 31 und Jagdgeschwader 74), die der 1. Luftverteidigungsdivision unterstellt waren.
Zum 1. April 1963 wurde laut Befehl für die Umgliederung vom 22. Januar die 1. Luftverteidigungsdivision in 1. Luftwaffendivision umgegliedert und umbenannt und dem Luftwaffengruppenkommando Süd in jeder Hinsicht unterstellt. Zweck dieser Umgliederung war die Straffung der Luftwaffenkommandostruktur und die Konzentration auf die für die Erfüllung des Auftrages wesentlichen Führungsaufgaben, die in Zusammenarbeit mit den entsprechenden integrierten NATO-Kommandobehörden wahrzunehmen waren. Darüber hinaus sollte eine einheitliche Friedens- und Kriegsgliederung, die den verzuglosen Übergang in den Verteidigungszustand gewährleisten sollte, sowie eine Angleichung an die NATO- Kommandostruktur erreicht werden. Nach der Umgliederung verfügte die Division, neben den Luftverteidigungsstreitkräften, zusätzlich über Luftangriffs- sowie Unterstützungskräfte.
Insgesamt waren der 1. Luftwaffendivision
- Jagdbombergeschwader 32, Lechfeld
- Jagdbombergeschwader 34, Memmingen
- Jagdbombergeschwader 44, Giebelstadt
- Jagdgeschwader 74, Neuburg / Donau
- Lufttransportgeschwader 61, Neubiberg
- Flugabwehrraketenregiment 1, Lechfeld
- Flugkörpergeschwader 1, Kaufbeuren
- Fernmelderegiment 31, Ulm
unterstellt.
Mit Verlegungsbefehl vom 31. August 1963 wurde der Divisionsstab zum 15. Oktober von München nach Fürstenfeldbruck verlegt. Zum 1. September 1968 erfolgte die Verlegung (Befehl für die Verlegung vom 19. Juli 1968) nach Lautlingen/ Geißbühl (Die Liegenschaft Lautlingen wurde 1976 in die Gemeinde Meßstetten eingegliedert). Ab 1. Oktober 1970 wurde das neu aufgestellte Luftflottenkommando (später Luftwaffenführungskommando) vorgesetzte Kommandobehörde für die 1. Luftwaffendivision. Im Zuge dieser Neuorganisation erfolgte auch eine Neuzuordnung der der 1. Luftwaffendivision truppendienstlich unterstellten Verbände:
- Jagdbombergeschwader 32, Lechfeld
- Jagdbombergeschwader 33, Büchel
- Jagdbombergeschwader 34, Memmingen
- Leichtes Kampfgeschwader 42, Pferdsfeld (vormals Jagdbombergeschwader 42)
- Leichtes Kampfgeschwader 44, Leipheim (vormals Aufklärungsgeschwader 53)
- Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“, Bremgarten
- Flugkörpergeschwader 1, Landsberg
- Waffenschule der Luftwaffe 50, Fürstenfeldbruck
- Deutsches Luftwaffenübungsplatzkommando Decimomannu, Italien

Gemäß Organisationsbefehl Nr. 22/ 1993 (Lw) vom 11. Juni 1993 erfolgte im Rahmen der Einnahme der Luftwaffenstruktur 4 zum 1. April 1994 die Verlegung des Kommandostabes der Division von Meßstetten nach Karlsruhe. Gleichzeitig wurde die Division in jeder Hinsicht dem mit Organisationsbefehl Nr. 32/ 1993 (Lw) vom 22. Juni 1993 neu aufgestellten Luftwaffenkommando Süd unterstellt. Wie schon bei früheren Umorganisationen wurden der Division auch hierbei neue Verbände truppendienstlich zugeordnet:
- Jagdbombergeschwader 32,
- Jagdbombergeschwader 34
- Flugabwehrraketengeschwader 5,
- Flugabwehrraketengeschwader 6,
- Luftwaffenpionierregiment 1,
- Taktisches Ausbildungskommando der Luftwaffe Decimomannu, Italien
- Fluglehrgruppe Fürstenfeldbruck

Mit Umsetzung der Luftwaffenstruktur 5 erfolgte mit Organisationsbefehl Nr. 10/ 2001 (Lw) vom 30. März 2001 eine erneute Verlegung des Kommandostabs zum 1. Oktober 2001 von Karlsruhe nach Fürstenfeldbruck. Gleichzeitig wurde eine truppendienstliche und einsatzmäßige Unterstellungsänderung vom Luftwaffenkommando Süd zum Luftwaffenführungskommando vorgenommen.
Nach der Umstrukturierung gemäß vorgenanntem Organisationsbefehl Nr. 10/ 2001 sind der Dienststelle Kommando 1. Luftwaffendivision zur Zeit truppendienstlich und für den Einsatz die Verbände
- Jagdbombergeschwader 32, Lechfeld
- Jagdbombergeschwader 34 „Allgäu“, Memmingen
  (wird mit Organisationsbefehl Nr. 8/2003 (Lw) vom 29. Juni 2001 zum 30. Juni 2003 außer Dienst gestellt)
- Jagdgeschwader 74 „Mölders“, Neuburg
- Flugabwehrraketengeschwader 5, Manching
- Flugabwehrraketengeschwader 6, Lenggries
  (mit Organisationsbefehl Nr. 392/ 2002 (Lw) vom 17. Mai 2002 zum 31. Dezember 2002 außer Dienst gestellt)
- Einsatzführungsbereich 1, Meßstetten
- Taktisches Ausbildungskommando der Luftwaffe Decimomannu, Italien (truppendienstlich) unterstellt.

Der Auftrag der 1. Luftwaffendivision bestand zunächst darin, feindliche Luft- und Landstreitkräfte eines möglichen Angreifers sowie weitere militärische Ziele zu bekämpfen.
Im Einzelnen gehörten dazu folgende Aufgaben:
- Führung der unterstellten Einheiten und Verbände
- Durchführung von Erkundungen für die Flugabwehr, den Flugmelde- und Fernmeldedienst im Divisionsbereich
- Unterstützung der zuständigen militärischen Stellen beim Ausbau von Stellungen, Gefechtsständen und sonstigen   Infrastrukturvorhaben im Luftwaffenbereich
- Überwachung der Einzel-, Spezial- und Verbandsausbildung der unterstellten Verbände und Einheiten
- Mitwirkung bei der Erarbeitung von Führungs-, Einsatz- und Ausbildungsgrundsätzen
- Verbindung zu den Kommandobehörden des Heeres

Auftrag und Aufgaben der Luftwaffendivision haben sich im Lauf der Zeit durch die internationalen politischen Entwicklungen geändert. Die sich ändernden sicherheits- und militärpolitischen Rahmenbedingungen hatten zur Folge, dass militärisches Handeln in rein nationaler Verantwortung zunehmend in den Hintergrund rückte, während die Notwendigkeit zum gemeinsamen Handeln im Rahmen der NATO und der Europäischen Union sowie unter dem Mandat der Vereinten Nationen an Bedeutung gewann. Die Einsatzverbände der Luftwaffendivision entwickelten sich dabei zum festen integralen Bestandteil der NATO-Luftverteidigung. Vorrangige Aufgabe im Bündnis ist es, verlegefähige Einsatzkräfte mit kurzer Reaktionszeit zur Verfügung zu stellen, die die NATO zur schnellen, lageangepassten Reaktion mit Luftstreitkräften im Rahmen der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung befähigen.

Nach Einnahme der Luftwaffenstruktur 5 übernahm die 1. Luftwaffendivision auch einen Teil der Führungsaufgaben des aufgelösten Luftwaffenkommandos Süd. Sie ist jetzt in vollem Umfang für die Einsatzbereitschaft der ihr unterstellten Einsatzverbände verantwortlich und hat damit auch die Befähigung zur nationalen Führung ihrer Verbände im Einsatz.

Kommandeure:
Brig.Gen. Ibel, Max 01.10.1957 - 30.09.1961, Brig.Gen. Aldinger, Herrmann 01.10.1961 - 30.09.1963, Gen.Maj. Stangl, Konrad Dr. 01.10.1963 - 31.03.1968, Gen.Maj. Rall, Günther 01.04.1968 - 15.04.1969, Gen.Maj. Asmus, Hans 16.04.1969 - 30.09.1970, Gen.Maj. Greve, Karl- Heinz 01.10.1970 - 30.09.1974, Gen.Maj. Bergh, Wolfgang v. 01.10.1974 - 30.09.1976, Gen.Maj. Wegner, Fritz 01.10.1976 - 31.03.1981, Gen.Maj. Noack, Fred 01.04.1981 - 31.03.1983, Gen.Maj. Mengden, Bruno v. 01.04.1983 - 31.03.1985, Gen.Maj. Vieth, Uwe 01.04.1985 - 30.09.1987, Gen.Maj. Schlüter, Jürgen 01.10.1987 - 31.03.1990, Gen.Maj. Eberlein, Christmuth 01.04.1990 - 31.03.1993, Gen.Maj. Vogler, Peter 01.04.1993 - 31.03.1996, Gen.Maj. Jertz, Walter 01.04.1996 - 30.09.2000, Gen.Maj. Scholz, Henner 01.10.2000 -

   

    2. Luftwaffendivision  

   1957 - 1999 
 

Mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 130 vom 22. April 1959 wurde zum 1. April 1959 der Stab für die 2. Luftverteidigungsdivision zunächst in München, mit Verlegungsbefehl vom 30. Juli 1959 dann in Trier-Euren aufgestellt. Die Division wurde in jeder Hinsicht der Luftwaffengruppe Süd unterstellt.
In der Anfangsphase waren es nur Luftverteidigungsstreitkräfte, die der 2. Luftverteidigungsdivision unterstellt waren: - Jagdgeschwader 73, Pferdsfeld - Flugabwehrregiment 2, Kransberg - Fernmelderegiment 32.
Zum 1. April 1963 wurde laut Umgliederungsbefehl vom 22. Januar die 2. Luftverteidigungsdivision in 2. Luftwaffendivision umgegliedert und umbenannt. Sie wurde dem Luftwaffengruppenkommando Süd in jeder Hinsicht unterstellt. Nach der Umgliederung waren dem Verband folgende Einheiten zugeordnet: - Luftwaffenversorgungsregiment 3, Erding - Luftwaffenversorgungsregiment 4, Trier - Fernmelderegiment 12, Neureut - Fernmelderegiment 72, Feuchtwangen - Luftwaffenausbildungsregiment 3, Roth - Luftwaffenausbildungsregiment 4, Landsberg - Luftwaffenpionierbataillon 1, Leipheim - Luftwaffenübungsplatzkommando Decimomannu, Italien Gemäß Verlegungsbefehl vom 31. August 1963 wurde das Kommando der 2. Luftwaffendivision ab 1. Oktober 1963 nach Karlsruhe verlegt. Zum 1. Oktober 1970 wurde mit Aufstellungsbefehl Nr. 338 (Lw) vom 24. September die Aufstellung des Luftwaffenunterstützungsgruppenkommandos Süd befohlen. Mit gleichem Befehl wurde auch die Auflösung des Kommandos der 2. Luftwaffendivision angeordnet. Wenige Monate später wurde mit Befehl für die Umbenennung vom 16. Februar 1971 die 5. Luftwaffendivision in Birkenfeld zum 1. April in 2. Luftwaffendivision umbenannt. Der Standort Birkenfeld blieb unverändert erhalten, ebenso die Unterstellung der nachgeordneten Verbände: - Jagdgeschwader 74, Neuburg - Flugabwehrraketenregiment 1, Freising - Flugabwehrraketenregiment 2, Giessen - Fernmelderegiment 31, Lautlingen - Fernemelderegiment 32, Birkenfeld - Deutsches Luftwaffenübungsplatzkommando Chania, Griechenland. Infolge der Realisierung der Luftwaffenstruktur 4 waren der 2. Luftwaffendivision mit Organisationsbefehl Nr. 3/ 1993 vom 11. Juni 1993 folgende Einheiten nachgeordnet:
- Jagdgeschwader 74 „Mölders“
- Jagdbombergeschwader 33
- Flugabwehrraketengeschwader 4
- Radarführungsregiment 2
- Taktisches Ausbildungskommando Chania, Griechenland.
Nach Einnahme der Luftwaffenstruktur 5 ist die 2. Luftwaffendivision in Birkenfeld seit 2001 direkt dem Luftwaffenführungskommando unterstellt. Ihr obliegt die Führung folgender Einsatzverbände:
- Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“, Nörvenich
- Jagdbombergeschwader 33, Büchel
- Flugabwehrraketengeschwader 4, Burbach
- Einsatzführungsbereich 2, Erndtebrück
- Taktisches Ausbildungskommando Chania, Griechenland.
Der Auftrag der Luftwaffendivision bestand zunächst darin, feindliche Luft- und Landstreitkräfte eines möglichen Angreifers sowie weitere militärische Ziele zu bekämpfen. Im Einzelnen gehörten dazu folgende Aufgaben: - Führung der unterstellten Einheiten und Verbände - Durchführung von Erkundungen für die Flugabwehr, den Flugmelde- und Fernmeldedienst im Divisionsbereich - Unterstützung der zuständigen militärischen Stellen beim Ausbau von Stellungen, Gefechtsständen und sonstigen Infrastrukturvorhaben im Luftwaffenbereich - Überwachung der Einzel-, Spezial- und Verbandsausbildung der unterstellten Verbände und Einheiten - Mitwirkung bei der Erarbeitung von Führungs-, Einsatz- und Ausbildungsgrundsätzen - Verbindung zu den Kommandobehörden des Heeres Auftrag und Aufgaben der Luftwaffendivision haben sich im Lauf der Zeit durch die internationalen politischen Entwicklungen geändert. Die sich ändernden sicherheits- und militärpolitischen Rahmenbedingungen hatten zur Folge, dass militärisches Handeln in rein nationaler Verantwortung zunehmend in den Hintergrund rückte, während die Notwendigkeit zum gemeinsamen Handeln im Rahmen der NATO und der Europäischen Union sowie unter dem Mandat der Vereinten Nationen an Bedeutung gewann. Die Einsatzverbände der Luftwaffendivision entwickelten sich dabei zum festen integralen Bestandteil der NATO-Luftverteidigung. Vorrangige Aufgabe im Bündnis ist es, verlegefähige Einsatzkräfte mit kurzer Reaktionszeit zur Verfügung zu stellen, die die NATO zur schnellen, lageangepassten Reaktion mit Luftstreitkräften im Rahmen der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung befähigen. Nach Einnahme der Luftwaffenstruktur 5 übernahm die 2. Luftwaffendivision auch einen Teil der Führungsaufgaben des aufgelösten Luftwaffenkommandos Süd. Sie ist jetzt in vollem Umfang für die Einsatzbereitschaft der ihr unterstellten Einsatzverbände verantwortlich und hat damit auch die Befähigung zur nationalen Führung ihrer Verbände im Einsatz.
2. Luftverteidigungsdivision, Trier (1958 - 1963)
Kommandeur: Gen.Maj. Plocher, Hermann 1958 - 12.1960, Brig.Gen. Hoffmann, Werner Eugen 1961 - 30.09.1962, Brig.Gen. Hempel, Dr. Adolf 01.10.1962 - 1963
2. Luftwaffendivision (alt), Karlsruhe (1963 - 1970)
Kommandeur: Gen.Maj. Hempel, Dr. Adolf 1963 - 31.03.1964, Gen.Maj. Hentz, August 01.04.1964 - 30.09.1967, Gen.Maj. Gralka, Eberhard 01.10.1967 - 31.03.1968, Gen.Maj. Leuchtenberg, Werner 01.04.1968 - 30.09.1969, Gen.Maj. Wilde, Hans 01.10.1969 - 30.09.1970, Chef des Stabes: Oberst i.G. Haeffner, Paul 1964 - 1966, Oberst i.G. Bonne, Gerhard (1966) - 1968, Oberst Dölling, Hanns-Wolrad 1968 - 1970
2. Luftwaffendivision (neu), Birkenfeld (seit 1971)
Kommandeur: Gen.Maj. Mehlen, Hans-Werner 1971 - 30.06.1971, Gen.Maj. Eschenbach, Klaus 01.07.1971 - 30.09.1973, Gen.Maj. Schmitz, Werner 01.10.1973 - 30.09.1975, Gen.Maj. Meyn, Wilhelm 01.10.1975 - 30.06.1977, Gen.Maj. Eimler, Eberhard 01.07.1977 - 28.02.1979, Gen.Maj. Raulf, Günter 01.03.1979 - 30.09.1980, Gen.Maj. Feldhoff, Hans-Heinz 01.10.1980 - 31.03.1982, Gen.Maj. Bornstaedt, Hans-Wilhelm v. 01.04.1982 - 31.03.1984, Gen.Maj. Sochaczewski, Joachim 01.04.1984 - 30.11.1985, Gen.Maj. Poschwatta, Siegfried 01.12.1985 - 30.09.1989, Gen.Maj. Mende, Bernhard 01.10.1989 - 02.10.1990, Gen.Maj. Koppe, Johann-Gottlieb 03.10.1990 - 30.09.1994, Gen.Maj. Vollstedt, Michael 01.10.1994 - 1997, Gen.Maj. Maeßen, Servatius 1997 - (1999), Gen.Maj. Kurth, Klaus Dieter (1999) - (2001), Brig.Gen. Schubert, Hans Joachim (2001)
 Chef des Stabes: Oberst i.G. Heinz, Helmut 01.04.1971 - 30.09.1971, Oberst i.G. Körner, Friedrich 01.10.1971 - 11.12.1972, Oberst i.G. Feldhoff, Hans-Heinz 12.12.1972 - 30.09.1974, Oberst i.G. Brandt, Karl Ernst 01.10.1974 - 31.03.1980, Oberst i.G. Mende, Bernhard 01.04.1980 - 31.03.1983, Oberst i.G. Engelhardt, Josef 01.04.1983 - 08.01.1984, Oberst i.G. Heyn, Uwe 09.01.1984 - 09.1989, Oberst i.G. Lange, Gunter 10.1989 - 07.1990, Oberst i.G. Baumann, Peter Otto 08.1990 - 05.1993, Oberst i.G. Heider, Ulrich 06.1993 - 1994, Oberst i.G. Schulte-Sasse, Rudolf 1994 - (2000), Oberst i.G. Ballhausen, Gerhard (2000) - (2001) ,Oberst i.G. Krüger, Walter (2002)

  

    3. Luftwaffendivision  
   
1957 – 1999  

 

Am 1. August 1957 wurde, gemäß Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 64 vom 27. Juli, in Münster mit der Aufstellung des Stabes für die 3. Luftverteidigungsdivision begonnen. Die Unterstellung erfolgte direkt beim Bundesministerium der Verteidigung.
Bei ihrer Aufstellung waren der Division folgende Verbände nachgeordnet:
- Jagdgeschwader 71, Ahlhorn
- Flugabwehrregiment 3, Osnabrück
- Flugabwehrregiment 13, Soest
- Fernmelderegiment 33, Goch

Zum 1. Oktober 1957 erfolgte mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 71 vom 7. Oktober die Aufstellung der Luftwaffengruppe Nord in Münster, die dem Führungsstab der Luftwaffe unmittelbar nachgeordnet war. Ihr wurde die 3. Luftverteidigungsdivision mit ihren nachgeordneten Verbänden unterstellt. Zum 1. April 1963 wurde im Zuge der Umgliederung der Luftwaffenkommandobehörden gemäß Umgliederungsbefehl vom 22. Januar die 3. Luftverteidigungsdivision in 3. Luftwaffendivision umgegliedert. Zweck dieser Umgliederung war die Straffung der Luftwaffenkommandostruktur und die Konzentration auf die für die Erfüllung des Auftrages wesentlichen Führungsaufgaben, die in Zusammenarbeit mit den entsprechenden integrierten NATO-Kommandobehörden wahrzunehmen waren. Darüber hinaus sollte eine einheitliche Friedens- und Kriegsgliederung, die den verzuglosen Übergang in den Verteidigungszustand gewährleisten sollte, sowie eine Angleichung an die NATO- Kommandostruktur erreicht werden. Nach der Umgliederung verfügte die Division neben den Luftverteidigungsstreitkräften zusätzlich über Luftangriffs- sowie Unterstützungskräfte.
Der Division unterstanden:
- Jagdbombergeschwader 31, Nörvenich
- Jagdbombergeschwader 36, Hopsten
- Lufttransportgeschwader 63, Celle
- Flugabwehrraketenregiment 13
- Fernmelderegiment 33, Goch

Mit seiner Aufstellung zum 1. Oktober 1970 erfolgte die Unterstellung der 3. Luftwaffendivision in jeder Hinsicht unter das Luftflottenkommando (Aufstellungsbefehl Nr. 335 (Lw) vom 27. August 1970). 1970 wurde der Divisionsstab von Münster nach Kalkar verlegt. Am 3. Oktober 1990 übernahm die Luftwaffe der Bundeswehr die Luftstreitkräfte der ehemaligen Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik und unterstellte diese der neu gegründeten 5. Luftwaffendivision mit Kommandostab in Straußberg-Eggersdorf. Zum 1. April 1994 wurde die 5. Luftwaffendivision in 3. Luftwaffendivision umbenannt (Organisationsbefehl Nr. 24/1993 vom 11. Juni 1993) und dem neu aufgestellten Luftwaffenkommando Nord truppendienstlich und für den Einsatz unterstellt. Die bis dahin in Kalkar stationierte 3. Luftwaffendivision wurde gemäß Organisationsbefehl Nr. 20/ 1993 (Lw) vom 11. Juni 1993 zum 31. März 1994 aufgelöst. Der Kommandostab der neuen 3. Luftwaffendivision verlegte zeitgleich nach Berlin- Gatow. Nach dieser Umgliederung waren der Division truppendienstlich folgende Einheiten unterstellt:
- Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“
- Jagdgeschwader 72 „Westfalen“
- Jagdgeschwader 73
- Flugabwehrraketengeschwader 1
- Flugabwehrraketengeschwader 2
- Taktisches Ausbildungskommando USA
- Radarführungskommando 3
Nach Einnahme der Luftwaffenstruktur 5 ab 2001 unterstehen der Division folgende Verbände: - Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“, Jagel - Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“, Laage - Flugabwehrraketengeschwader 2, Bad Sülze - Einsatzführungsbereich 3, Holzdorf - Dienstälteste Deutsche Offiziere / Deutscher Anteil NATO E-3A Verband, Geilenkirchen Die Division selbst ist dem Luftwaffenführungskommando in jeder Hinsicht unterstellt.
Der Auftrag der Luftwaffendivision bestand zunächst darin, feindliche Luft- und Landstreitkräfte eines möglichen Angreifers sowie weitere militärische Ziele zu bekämpfen. Im Einzelnen gehörten dazu folgende Aufgaben: - Führung der unterstellten Einheiten und Verbände - Durchführung von Erkundungen für die Flugabwehr, den Flugmelde- und Fernmeldedienst im Divisionsbereich - Unterstützung der zuständigen militärischen Stellen beim Ausbau von Stellungen, Gefechtsständen und sonstigen Infrastrukturvorhaben im Luftwaffenbereich - Überwachung der Einzel-, Spezial- und Verbandsausbildung der unterstellten Verbände und Einheiten - Mitwirkung bei der Erarbeitung von Führungs-, Einsatz- und Ausbildungsgrundsätzen - Verbindung zu den Kommandobehörden des Heeres Auftrag und Aufgaben der Luftwaffendivision haben sich im Lauf der Zeit durch die internationalen politischen Entwicklungen geändert. Die sich ändernden sicherheits- und militärpolitischen Rahmenbedingungen hatten zur Folge, dass militärisches Handeln in rein nationaler Verantwortung zunehmend in den Hintergrund rückte, während die Notwendigkeit zum gemeinsamen Handeln im Rahmen der NATO und der Europäischen Union sowie unter dem Mandat der Vereinten Nationen an Bedeutung gewann. Die Einsatzverbände der Luftwaffendivision entwickelten sich dabei zum festen integralen Bestandteil der NATO-Luftverteidigung. Vorrangige Aufgabe im Bündnis ist es, verlegefähige Einsatzkräfte mit kurzer Reaktionszeit zur Verfügung zu stellen, die die NATO zur schnellen, lageangepassten Reaktion mit Luftstreitkräften im Rahmen der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung befähigen. Nach Einnahme der Luftwaffenstruktur 5 übernahm die 3. Luftwaffendivision auch einen Teil der Führungsaufgaben des aufgelösten Luftwaffenkommandos Nord. Sie ist jetzt in vollem Umfang für die Einsatzbereitschaft der ihr unterstellten Einsatzverbände verantwortlich und hat damit auch die Befähigung zur nationalen Führung ihrer Verbände im Einsatz.
3. Luftverteidigungsdivision, Münster (1957 - 1963)
Kommandeur: Gen.Maj. Walter, Eugen 1957 - 30.09.1962, Brig.Gen. Gröpler, Erich 01.10.1962 - 1963, Chef des Stabes: Oberst Tägtmeyer, Adalbert 1962 - 1963
3. Luftwaffendivision (alt), Kalkar (1957 - 1994)
Kommandeur: Brig.Gen. Gröpler, Erich 1963 - 31.03.1964, Gen.Maj. Hempel, Dr. Adolf 01.04.1964 - 31.03.1966, Gen.Maj. Wicker, Erwin 01.04.1966 - 06.1967, Gen.Maj. Rall, Günther 00.00.1967 - 31.03.1968, Gen.Maj. Proll, Günter 01.04.1968 - 07.1969, Gen.Maj. Krupinski, Walter 07.1969 - 30.09.1971, Gen.Maj. Limberg, Gerhard 01.10.1971 - 30.09.1972, Gen.Maj. Bernhard, Ernst-Dieter 01.10.1972 – 31.03.1974, Gen.Maj. Loosen, Bruno 01.04.1974 - 12.1976, Gen.Maj. Kallerhoff, Horst-Dieter 12.1976 - 31.03.1980, Gen.Maj. Jungkurth, Horst 01.04.1980 - 30.09.1982, Gen.Maj. Schwenke, Winfried 01.10.1982 - 30.09.1984, Gen.Maj. John, Gerhard 01.10.1984 - 30.09.1987, Gen.Maj. Rimmek, Klaus-Wilhelm 01.10.1987 - 31.12.1988, Gen.Maj. Busch, Friedrich 01.10.1989 - 31.03.1992, Gen.Maj. Engelien, Botho 01.04.1992 - 31.03.1994
3. Luftwaffendivision (neu), Berlin-Gatow (1994 - heute)
Kommandeur: Gen.Maj. Höche, Jürgen 01.04.1994 - 30.09.1995, Brig.Gen. Merkle, Hans-Jürgen 01.10.1995 - 2000, Gen.Maj. Martin, Horst 2000 - (2001), Gen.Maj. Stieglitz, Klaus-Peter (2002)

  

    4. Luftwaffendivision  

   1961 - 1991  
  Mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 141 vom 21. September 1959 wurde zum 1. Oktober 1959 die Aufstellung des Kommandos der 4. Luftverteidigungsdivision zunächst in Münster befohlen. Sie wurde der Luftwaffengruppe Nord in jeder Hinsicht unterstellt.
Bei ihrer Aufstellung unterstanden der Division folgende Verbände:
- Jagdgeschwader 72, Leck
- Jagdgeschwader 73, Oldenburg
- Flugabwehrregiment 4, Oldenburg
- Fernmelderegiment 34, Aurich
- Flugabwehrbataillon 34

Ab 1. November 1960 wurde die Division gemäß Verlegungsbefehl vom 23. September an den Endstandort Aurich verlegt.
Zum 1. April 1963 wurde laut Befehl für die Umgliederung vom 22. Januar die 4. Luftverteidigungsdivision in 4. Luftwaffendivision umbenannt und umgegliedert. Sie wurde dem Luftwaffengruppenkommando Nord in jeder Hinsicht unterstellt. Zweck dieser Umgliederung war die Straffung der Luftwaffenkommandostruktur und die Konzentration auf die für die Erfüllung des Auftrages wesentlichen Führungsaufgaben, die in Zusammenarbeit mit den entsprechenden integrierten NATO-Kommandobehörden wahrzunehmen waren. Darüber hinaus sollte eine einheitliche Friedens- und Kriegsgliederung, die den verzuglosen Übergang in den Verteidigungszustand gewährleisten sollte, sowie eine Angleichung an die NATO- Kommandostruktur erreicht werden.
Nach der Umgliederung verfügte die Division neben den Luftverteidigungsstreitkräften zusätzlich über Luftangriffs- sowie Unterstützungskräfte:
- Aufklärungsgeschwader 54, Oldenburg
- Jagdgeschwader 71 „Richthofen“, Wittmund
- Lufttransportgeschwader 62, Ahlhorn
- Flugabwehrraketenregiment 4, Oldenburg
- Flugabwehrraketenregiment 14, Oldenburg
- I./ Fernmelderegiment 34, Aurich.

Von 1968 bis 1970 erfolgte erneut eine tiefgreifende Strukturänderung, in deren Verlauf die Unterstellung unter das 1970 neu gebildete Luftflottenkommando erfolgte. Der Division waren jetzt folgende Verbände zugeordnet:
- Jagdgeschwader 71 „Richthofen“, Wittmund
- Flugabwehrraketenregiment 3, Heide
- Flugabwehrraketenregiment 4, Oldenburg
- Flugabwehrraketenregiment 13, Soest
- Flugabwehrraketenregiment 14, Oldenburg
- Fernmelderegiment 33, Goch
- Fernmelderegiment 34, Schleswig

Die Umstrukturierungen infolge der Luftwaffenstruktur 4 brachten ab 1991 erneut Veränderungen in der Gliederung des Verbandes mit sich. Nach Abschluss der Realisierungsmaßnahmen unterstanden der 4. Luftwaffendivision nunmehr:
- Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“, Kerpen
- Jagdbombergeschwader 38 „Friesland“, Schortens
- Jagdgeschwader 71 „Richthofen“, Wittmund
- Flugabwehrraketengeschwader 1 „Schleswig-Holstein“, Husum
- Flugabwehrraketengeschwader 3, Oldenburg
- Radarführungsregiment 1, Goch

Während dieser Umstrukturierungsphase erfolgte der Unterstellungswechsel vom Luftflottenkommando hin zum neu aufgestellten Luftwaffenkommando Nord (Organisationsbefehl Nr. 31/ 1993 (Lw) vom 22. Juni 1993).
Nach Einnahme der Luftwaffenstruktur 5 ab dem Jahre 2001 unterstehen der 4. Luftwaffendivision folgende Verbände:
- Jagdbombergeschwader 38, Jever
- Jagdgeschwader 71 „Richthofen“, Wittmund
- Flugabwehrraketengeschwader 1, Husum
- Einsatzführungsbereich 4, Aurich
- Objektschutzbataillon der Luftwaffe, Wittmund
 
Die Division ist derzeit dem Luftwaffenführungskommando direkt unterstellt. Der Auftrag der Luftwaffendivision bestand zunächst darin, feindliche Luft- und Landstreitkräfte eines möglichen Angreifers sowie weitere militärische Ziele zu bekämpfen. Im Einzelnen gehörten dazu folgende Aufgaben: - Führung der unterstellten Einheiten und Verbände - Durchführung von Erkundungen für die Flugabwehr, den Flugmelde- und Fernmeldedienst im Divisionsbereich - Unterstützung der zuständigen militärischen Stellen beim Ausbau von Stellungen, Gefechtsständen und sonstigen Infrastrukturvorhaben im Luftwaffenbereich - Überwachung der Einzel-, Spezial- und Verbandsausbildung der unterstellten Verbände und Einheiten - Mitwirkung bei der Erarbeitung von Führungs-, Einsatz- und Ausbildungsgrundsätzen - Verbindung zu den Kommandobehörden des Heeres Auftrag und Aufgaben der Luftwaffendivision haben sich im Lauf der Zeit durch die internationalen politischen Entwicklungen geändert. Die sich ändernden sicherheits- und militärpolitischen Rahmenbedingungen hatten zur Folge, dass militärisches Handeln in rein nationaler Verantwortung zunehmend in den Hintergrund rückte, während die Notwendigkeit zum gemeinsamen Handeln im Rahmen der NATO und der Europäischen Union sowie unter dem Mandat der Vereinten Nationen an Bedeutung gewann. Die Einsatzverbände der Luftwaffendivision entwickelten sich dabei zum festen integralen Bestandteil der NATO-Luftverteidigung. Vorrangige Aufgabe im Bündnis ist es, verlegefähige Einsatzkräfte mit kurzer Reaktionszeit zur Verfügung zu stellen, die die NATO zur schnellen, lageangepassten Reaktion mit Luftstreitkräften im Rahmen der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung befähigen. Nach Einnahme der Luftwaffenstruktur 5 übernahm die 4. Luftwaffendivision auch einen Teil der Führungsaufgaben des aufgelösten Luftwaffenkommandos Süd. Sie ist jetzt in vollem Umfang für die Einsatzbereitschaft der ihr unterstellten Einsatzverbände verantwortlich und hat damit auch die Befähigung zur nationalen Führung ihrer Verbände im Einsatz.
4. Luftverteidigungsdivision, Aurich (1960 - 1963)
Kommandeur: Brig.Gen. Panitzki, Werner 01.04.1960 - 31.10.1960, Gen.Maj. Heinemann, Lothar von (01.01.1961) - 03.12.1963, Chef des Stabes: Oberst i.G. Haber, Helmut 01.11.1960 - 31.10.1962, Oberst i.G. Bambey, Hans 01.11.1962 - 1963
4. Luftwaffendivision, Aurich (seit 1963)
Kommandeure: Gen.Maj. Steinhoff, Johannes 04.12.1963 - 14.04.1965, Gen.Maj. Wehnelt, Herbert 15.04.1965 - 15.12.1965, Brig.Gen. Hrabak, Dietrich-Adolf 16.12.1965 - 1966, Gen.Maj. Hinkelbein, Claus 1966 - 1967, Gen.Maj. Wicker, Erwin 1967 - 30.09.1968, Gen.Maj. Vogel, Uwe 01.10.1968 - 30.09.1969, Gen.Maj. Stecken, Albert 01.10.1969 - 31.03.1971, Gen.Maj. Coerdt, Andreas 01.04.1971 - 31.12.1974, Gen.Maj. Franke, Karl-Heinz 01.01.1975 - 30.09.1976, Gen.Maj. Willert, Hans-Joachim 01.10.1976 - 31.03.1981, Gen.Maj. Kuebart, Hans-Jörg 01.04.1981 - 31.03.1983, Gen.Maj. Schmitz, Walter 01.04.1983 - 31.03.1985, Gen.Maj. Thiemann, Rolf 01.04.1985 - 30.09.1987, Gen.Maj. Sasse, Karl 01.10.1987 - 31.03.1992, Gen.Maj. Weber, Hans-Jürgen 01.04.1992 - 31.03.1995, Gen.Maj. Westhoff, Paul 01.04.1995 - 2000, Brig.Gen. Krüger, Wolf-Eike 2000 -
Chef des Stabes: Oberst i.G. Bambey, Hans 1963 - 30.11.1964, Oberst i.G. Lillienskiold, Peter von 01.12.1964 - 19.09.1965, Oberst i.G. Waldhecker, Heinz 01.10.1965 - 30.09.1969, Oberst i.G. Metscher, Wilhelm 01.10.1969 - 30.09.1970, Oberst i.G. Technau, Helmuth 01.10.1970 - 31.10.1972, Oberst i.G. Heyder, Horst 01.11.1972 - 15.12.1974, Oberst i.G. Günzel, Gerhard 16.12.1974 - 30.09.1977, Oberst i.G. Weber, Hans-Jürgen 01.10.1977 - 31.03.1982, Oberst i.G. Kleppien, Axel-Björn 01.04.1982 - 30.09.1984, Oberst i.G. Poetzsch, Klaus 01.10.1984 - 31.01.1989, Oberst i.G. Brüggemann, Berthold 01.02.1989 - 03.1991, Oberst i.G. Beutin, Hans-Peter 04.1991 - 30.09.1993, Oberst i.G. Martens, Harald 01.10.1993 - 1995, Oberst i.G. Stehli, Jürgen 1995 - 1997, Oberst i.G. Merklinghaus, Dierk 1997 - 1999, Oberst i.G. Lemke, Horst 1999 - 2000, Oberst i.G. Vogt, Reinhard 2000 - 2001, Oberst i.G. Cramer, Rainer 2001 - 2002, Oberst i.G. Panten, Uwe 2002
  

    5. Luftwaffendivision  

    1962 – 1966  
  Der Auftrag der Luftwaffendivision bestand zunächst darin, feindliche Luft- und Landstreitkräfte eines möglichen Angreifers sowie weitere militärische Ziele zu bekämpfen.
Im Einzelnen gehörten dazu folgende Aufgaben: - Führung der unterstellten Einheiten und Verbände - Durchführung von Erkundungen für die Flugabwehr, den Flugmelde- und Fernmeldedienst im Divisionsbereich - Unterstützung der zuständigen militärischen Stellen beim Ausbau von Stellungen, Gefechtsständen und sonstigen Infrastrukturvorhaben im Luftwaffenbereich - Überwachung der Einzel-, Spezial- und Verbandsausbildung der unterstellten Verbände und Einheiten - Mitwirkung bei der Erarbeitung von Führungs-, Einsatz- und Ausbildungs-grundsätzen - Verbindung zu den Kommandobehörden des Heeres Auftrag und Aufgaben der Luftwaffendivision haben sich im Lauf der Zeit durch die internationalen politischen Entwicklungen geändert. Die sich ändernden sicherheits- und militärpolitischen Rahmenbedingungen hatten zur Folge, dass militärisches Handeln in rein nationaler Verantwortung zunehmend in den Hintergrund rückte, während die Notwendigkeit zum gemeinsamen Handeln im Rahmen der NATO und der Europäischen Union sowie unter dem Mandat der Vereinten Nationen an Bedeutung gewann. Die Einsatzverbände der Luftwaffendivision entwickelten sich dabei zum festen integralen Bestandteil der NATO-Luftverteidigung. Vorrangige Aufgabe im Bündnis ist es, verlegefähige Einsatzkräfte mit kurzer Reaktionszeit zur Verfügung zu stellen, die die NATO zur schnellen, lageangepassten Reaktion mit Luftstreitkräften im Rahmen der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung befähigen.

5. Luftwaffendivision, Birkenfeld (1963 - 1971)
Mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 98 vom 17. September 1958 wurde zum 1. Oktober 1958 in Trier-Euren der Verband „Fliegerführer Süd“ für die Führung der unterstellten taktischen Verbände aufgestellt und mit Verlegungsbefehl vom 30. Juli 1959 an seinen Endstandort Karlsruhe verlegt. Mit Wirkung zum 1. Januar 1961 wurde der Verband laut Befehl vom 10. Oktober 1960 in „Fliegerdivision Süd“ umbenannt. Die Fliegerdivision Süd wurde gemäß Befehl für die Umgliederung der Luftwaffenkommandobehörden vom 22. Januar 1963 in die 5. Luftwaffendivision umgegliedert.
Bei ihrer Aufstellung waren der Division folgende Verbände unterstellt:
- Jagdbombergeschwader 33, Cochem
- Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“, Ingolstadt
- Aufklärungsgeschwader 53, Leipheim
- Jagdgeschwader 73, Pferdsfeld
- Flugabwehrraketenregiment 2, Kransberg
- Fernmelderegiment 32, Birkenfeld

Mit Verlegungsbefehl vom 31. August 1963 wurde das Kommando der 5. Luftwaffendivision mit der Stabskompanie von Karlsruhe nach Birkenfeld verlegt. Mit Befehl für die Umbenennung vom 16. Februar 1971 wurde die 5. Luftwaffendivision zum 1. April in 2. Luftwaffendivision umbenannt.
Kommandeur: Gen.Maj. Kuhlmey, Kurt 1963 - 31.03.1968 Gen.Maj. Gralka, Eberhard 01.04.1968 - 30.06.1969 Gen.Maj. Mehlen, Hans-Werner 01.07.1969 - 30.06.1971 Chef des Stabes: Oberst i.G. Schlichting, Joachim 1963 - 31.10.1963 Oberst i.G. Bergh, Wolfgang v. 01.11.1963 - 31.03.1966 Oberst i.G. Parakennings, Ulrich 01.04.1966 - 26.04.1968 Oberst i.G. Wittmeyer, Heinz 26.04.1968 - 06.1969 Oberst i.G. Poetter, Joachim 06.1969 - 31.03.1971

5. Luftwaffendivision, Strausberg-Eggersdorf (1991 - 1994)
Mit dem Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland übernahm der Bundsminister der Verteidigung die Befehls- und Kommandogewalt über die deutschen Streitkräfte auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Bis zum Abzug der sowjetischen Streitkräfte nahm die Luftwaffe im ostdeutschen Zuständigkeitsbereich eine Übergangsgliederung ein. Dazu wurde mit Organisationsbefehl 6/1991 (Lw) vom 27. Februar die Aufstellung des Kommandos der 5. Luftwaffendivision zum 1. April 1991 in Eggersdorf befohlen. Die Unterstellung der Division erfolgte in jeder Hinsicht beim Luftflottenkommando. Der Division waren folgende Verbände in jeder Hinsicht unterstellt: - Flugabwehrraketengeschwader 51, Sanitz - Flugabwehrraketengeschwader 52, Ladeburg - Radarführungskommando 3, Fürstenwalde - Radarführungsabteilung 31, Parchim-Dargelütz - Radarführungsabteilung 32, Sprölau - Radarführungsabteilung 33, Pragsdorf - Radarführungsabteilung 34, Holzdorf - Jagdgeschwader 75, Laage - ATV (Ausbildung, Truppenversuch, Vorschriften) -Gruppe MiG 29, Preschen In der truppendienstlichen Unterstellung waren der 5. Luftwaffendivision zusätzlich folgende Verbände zugeordnet: - Fernmeldesektor G, Berlin-Tempelhof - Fernmeldeabteilung 14, Eggersdorf - Lufttransportgeschwader 65, Neuhardenberg - SAR-Leitstelle, Fürstenwalde (Such- und Rettungsdienst) - Luftwaffenversorgungsregiment 5, Trollenhagen - Luftwaffeninstandsetzungsbereich, Cottbus - Außenstelle der Luftwaffe für Flugmedizin, Königsbrück - V./ Luftwaffenausbildungsregiment 1, Holzdorf - III./ Technische Schule der Luftwaffe 3, Bad Düben.
Mit Organisationsbefehl Nr. 24 / 1993 (Lw) vom 11. Juni 1993 wurde die 5. Luftwaffendivision bei Einnahme der Luftwaffenstruktur 4 zum 1. April 1994 in 3. Luftwaffendivision mit Standort in Berlin-Gatow umbenannt und umgegliedert. Kommandeur: Gen.Maj. Mende, Bernhard 03.10.1990 - 30.09.1991 Gen.Maj. Kleppien, Axel-Björn 01.10.1991 - 05.1993 Gen.Maj. Höche, Jürgen 05.1993 - 31.03.1994 Chef des Stabes: Oberst i.G. Steinbrecher, Gerd 03.10.1990 - 28.07.1992 Oberst i.G. Priller, Josef 29.07.1992 - 14.12.1993 Oberst i.G. Weymann, Arnold 01.1994 - 31.03.1994

 

    7. Luftwaffendivision  
    1963 - 1966  
  Die 7. Luftwaffendivision wurde am 1. August 1960 mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 99 vom 21. Juli als Fliegerdivision Nord in Münster aufgestellt und der Luftwaffengruppe Nord unterstellt. Gemäß Befehl für die Umgliederung der Luftwaffenkommandobehörden vom 22. Januar 1963 erfolgte zum 1. April die Umgliederung der Fliegerdivision Nord in 7. Luftwaffendivision. Neuer Standort war Rendsburg.
Der Division waren folgende Verbände zugeordnet:
- Jagdbombergeschwader 35, Husum
- Aufklärungsgeschwader 52, Eggebeck
- Jagdgeschwader 72, Leck
- Flugabwehrraketenregiment 3, Rendsburg
- Fernmelderegiment 37, Rendsburg ( vormals Fernmelderegiment 34)
- Luftwaffenversorgungsregiment 7, Husum
- Luftwaffenausbildungsregiment 1, Pinneberg

Mit Befehl vom 1. September 1967 wurde die 7. Luftwaffendivision zum 1. April 1968 aufgelöst. Die drei Geschwader wurden der 3. Luftwaffendivision unterstellt, Flugabwehrraketenregiment 3 und Fernmelderegiment 37 wechselten zur 4., die beiden anderen Regimenter zur 6. Division.
Der Auftrag der Luftwaffendivision bestand darin, feindliche Luft- und Landstreitkräfte eines möglichen Angreifers sowie weitere militärische Ziele zu bekämpfen. Im Einzelnen gehörten dazu folgende Aufgaben: - Führung der unterstellten Einheiten und Verbände - Durchführung von Erkundungen für die Flugabwehr, den Flugmelde- und Fernmeldedienst im Divisionsbereich - Unterstützung der zuständigen militärischen Stellen beim Ausbau von Stellungen, Gefechtsständen und sonstigen Infrastrukturvorhaben im Luftwaffenbereich - Überwachung der Einzel-, Spezial- und Verbandsausbildung der unterstellten Verbände und Einheiten - Mitwirkung bei der Erarbeitung von Führungs-, Einsatz- und Ausbildungsgrundsätzen - Verbindung zu den Kommandobehörden des Heeres.
Kommandeure: Gen.Maj. Wehnelt, Herbert 1963 - 1965 Brig.Gen. Wicker, Erwin 1965 - 31.03.1966 Gen.Maj. Mahlke, Helmut 01.04.1966 - 30.09.1966 Gen.Maj. Proll, Günter 01.10.1966 - 31.03.1968 Chef des Stabes: Oberst i.G. Wittmeyer, Heinz 1963 - 1968
 
  Bundesarchiv, Abteilung MA - Militärarchiv 
http://www.bundesarchiv.de/bestaende_findmittel/bestaendeuebersicht/index_frameset.html


Hans Redemann: Die fliegenden Verbände der Luftwaffe 1956 – 1982, Stuttgart, 1983
Bernd Vetter / Frank Vetter: Die Verbände der Bundesluftwaffe, Stuttgart, 1996
Reinhard Teuber: Die Bundeswehr 1955 - 1995, Norderstedt, 1996

Textbearbeitung: Hubert Peitzmeier

updated: @ December 10, 2010